Georg Baum

In Kürze

Ausgedehnte Konzertreisen führten ihn als Solist bzw. als Mitglied diverser Kammermusikensembles durch ganz Europa.
Neben seiner klassischen Ausbildung an der Doppelpedalharfe galt seine Liebe seit jeher der Keltischen Harfe und der frühen europäischen bzw. mittelalterlichen Musik.
Mit seiner Musik versucht er, eine Verbindung zwischen Alt und Neu herzustellen - wobei der besondere Reiz darin liegt, eines der ältesten überlieferten europäischen Instrumente zu nutzen, um neue Klangwelten entstehen zu lassen.

>tabellarischer Lebenslauf zum downloaden<

Etwas ausführlicher

Mein Name ist Georg Baum und ich wurde am 14.September 1970 in Wien geboren, so um die Mittagszeit. Nach anfänglichen Schwierigkeiten habe ich mich, denke ich, auf dem Planeten ganz gut eingelebt, obwohl es heute noch Dinge gibt, die mich erstaunen, weil ich sie nicht verstehe. Aber ich denke, damit bin ich nicht alleine.

Die große Liebe zur Musik scheint schon recht früh aufgefallen zu sein, da ich, noch bevor ich richtig sprechen konnte, mit meinem Vater zweistimmig Volkslieder, eben ohne Text, mitgesungen habe. Singen war leichter als aufrecht stehen, daran erinnere ich mich noch.

Und Bach, Johann Sebastian Bach, der Bach, der besser Fluss geheißen hätte, wie Beethoven formuliert hatte, jener Bach also war sehr bald mein größtes Idol, weil ich seine Musik als das reinste, innigste und ehrlichste empfand, was meine Ohren je gehört hatten. Das hat sich bis heute nicht geändert. Rasch kamen weitere Komponisten hinzu, die mich ebenfalls berührten: Schubert, Mozart, Debussy, Tschaikowsky, Brahms, Strawinsky, Chopin,….. Wie auch immer, die so genannte „E-Musik“,- wisst Ihr, damals bemühte Man/n sich noch alles, die gesamte Welt, zu klassifizieren, -  wurde mit der Volksmusik zur wichtigsten Quelle meiner Inspiration und Kraft. Erst vor kurzem wurde mir klar, dass ich mir meinen innigsten Kinderwunsch, den ich mir selber durch mangelndes Selbstbewusstsein und Fehleinschätzung meiner Willens-, besser Wunschstärke blockiert, nicht zugetraut hatte , nämlich, wie Bach und Mozart, Musiker und Komponist zu werden, erfüllt habe. Aber ich war weit weg von der Gefahr, als Wunderkind bezeichnet zu werden. Ich war wirklich ein Spätzünder.

Es gab auch schon zu dieser Zeit eine zweite Welt, neben der Musik, die eine Ungeheure Faszination auf mich ausübte. Bis heute kann ich Dinge wahrnehmen, die sich nicht Alle erlauben zu sehen, spüren, erfahren. Heute habe ich Namen dafür, die ich damals nicht kannte. -Ich wusste eben um die immense Wichtigkeit in der alten Welt zu Klassifizieren nicht Bescheid. - Energien, Wesenheiten, Strahlen, Aura, das alles konnte ich schon damals empfinden, sehen, wahrnehmen und verstehen.

Wie auch immer habe ich dann mit Sechzehn eine elf Jahre dauernde druidische Ausbildung begonnen und bin mit ihr und über sie in die Laufbahn hin zum Profimusiker eingestiegen; Hab nach einem Initiationsritual, bei dem ich eigentlich nur daneben stand - im vielschichtigsten Sinne des Wortes - mein Leben in die Hand genommen, Schule gewechselt ins „ORG für Studierende der Musik“, mich zur Aufnahmsprüfung am Franz Schubert Konservatorium, damals noch mit Klavier, angemeldet, - und nichts davon meinen Eltern gesagt. Ich wollte alles perfekt machen, bevor sie’s erfahren. Ist mir nur fast gelungen, aber zu meinem Erstaunen waren meine Eltern sehr stolz auf mich.

Dann ging alles sehr rasch. Bald war mir klar, dass ich sicherlich nicht als Pianist Karriere machen wollte, keine Lust, keine Nerven, kein Talent. Aber doch Musiker!

Eine kurze, aber heftige Phase der Querflöte folgte ,- ich verzichtete sogar auf Geschenke zu den üblichen Anlässen zu Gunsten des Ankaufs einer Querflöte! Dazu  kam’s nicht, denn plötzlich überfiel mich die glasklare Eingebung: Harfe ,- Irische Harfe, vorerst einmal.
Die Liebe zur Alten Musik und zum Folk wuchs! Also bestellte ich Anfang 1988, quasi blind, - Internet gab’s damals noch nicht (frei zugänglich),- bei einem Harfenbauer in England namens Longstaff ein Instrument; - Weil’s das Günstigste war, das ich damals fand.

Im Sommer darauf mein erster Flug, mein erstes Mal „Die Insel“, mein erstes Mal Südengland, Glastonbury. Für zehn glückliche Tage. Und zurück kam ich mit meiner ersten Harfe.
Ich hatte einen Glückstreffer gelandet, ein wunderbar beseeltes Wesen. Heute basiert meine ganze Harfensammlung (Vierzehn Stück) auf diesem und manch anderer, schier unglaublicher Glücksmomente. Und ich hatte für mein Leben beschlossen, Glücksmomente zu integrieren, nicht einmal zu hinterfragen, ob sie mir und allen anderen zustünden, sondern als, vom Kosmos selbstverständliche, Geschenke zu ehren, zu achten und anzunehmen.

 Ich wusste damals nicht einmal noch, wie ich halten, stimmen, spielen sollte. Aber im November gab ich mit einem neu gegründeten Ensemble bereits die ersten Auftritte. Bald darauf erwachte die Überzeugung, doch Harfe zu lernen ,- Und dann gleich „richtig“ an der Konzertharfe,
Nach anfänglichen Privatstunden bei der Lehrbeauftragten für Harfe am Konservatorium der Stadt Wien, wollte und musste ich des Schultyps wegen an einem Institut mit Öffentlichkeitsrecht inskribieren und bin dann wieder einmal am Franz Schubert Konservatorium gelandet. Als Quereinsteiger im Dezember ohne Prüfung; Und bis zum Schuljahresende hatte ich es  in den dritten Jahrgang geschafft. Ohne eigenes Instrument natürlich, wer hätte das wohl zahlen können?
Nach 9 ½ Jahren hatte ich drei Studienrichtungen mit Auszeichnung abgeschlossen und wurde zum weltreisenden Musiker und Komponisten, Pädagogen und Helfer.

Ich machte Konzert- und Spirituelle Reisen in viele Länder und an so wunderbare Orte.
Da waren Hawaii, Tahiti, Moorea, Bora Bora und die Steintorsi auf Rapa Nui, nach  Avebury, Stonehenge und Glastonbury in Südengland, Tintagle, Lands End und St. Michaels Mount in Cornwall, an Gletschern, Wasserfällen und Wüsten auf Island, in Deutschland und der Schweiz, und in Österreich natürlich, in Tschechien und in der Slowakei, Italien...

Derzeit unterrichte ich am Franz- Schubert-Konservatorium Wien Harfe, Keltische Harfe und Klavier, gebe Privatstunden, halte Seminare in Österreich und der Schweiz, konzertiere europaweit, reise immer noch sehr viel und plane meinen Umzug nach Basel.

...Mal sehen, was das Leben noch so bringt!

Leanbhar

Georg Baum