Am Beginn der europäischen Harfengeschichte steht die

Die keltische Harfe

Trotz vieler Weiterentwicklungen bis hin zur Konzertharfe hat sie sich bis heute eine lebendige Spieltradition bewahrt und erlebt derzeit sogar eine Renaissance. Und wer sie schon einmal gehört hat, wird verstehen, warum!

Ihre charakterische Metallbesaitung verleiht ihr diesen ganz speziellen Ton, einen feinen, sphärischen Klang.

Auch in ihrer Bauweise zeigt die Keltische Harfe Besonderheiten: Der Korpus hat eine gedrungene Form, die Vorderstange ist gebogen und der Klangkörper ist aus einem Stück Holz ausgehöhlt. Aufgrund ihrer Größe von nur ca. 80 cm wird die Keltische Harfe zum Spielen im Schoß gehalten.

Schon in früher Zeit war der irische Harfenbauer hoch angesehen, denn in den Händen der Druiden, Barden und Schamanen hatte die Keltische Harfe als Kult- und Heilinstrument eine Jahrtausende alte Tradition.

Bereits ab dem 5. Jhdt. n.Chr. kann man die Entwicklung der Harfenbaukunst verfolgen, die sich im 11. Jhdt. in der raffinierten "Large High Headed Harp" voll entfaltete. Ein erhaltenes Instrument dieser Art ist die "Brian Boru Harp" aus dem 14. Jhdt.. Sie hatte bereits 42 Saiten, also annähernd so viele wie die heutige Konzertharfe. 1994 restauriert und spielbar gemacht ist sie heute im Trinity College Museum in Dublin ausgestellt.

Georg Baum spielt auf einem von der "Klangwerkstatt Markt Wald" entwickelten Nachbau der Brian Boru Harfe.